Kopfschmerzen bestehen in unterschiedlichen Formen. Einer der schlimmsten Kopfschmerzen ist die Migräne. Die meisten Menschen, die unter Migräne leiden, sind der Migräne völlig hilflos ausgeliefert. Ein heftiger Migräneanfall setzt Betroffene regelrecht außer Gefecht. Bei manchen geht es sogar soweit, daß sie Karrierechancen und private Termine sausen lassen. Migräne äußert sich als ein periodisch wiederkehrender, anfallartiger, stechender Kopfschmerz. Ein Migräneanfall kann bis zu drei Tage anhalten.
Wie entsteht Migräne?
Migräne ist – im Gegensatz zu gewöhnlichen Kopfschmerzen – eine neurologische Krankheit (neurovaskuläre Störung). Migräne entsteht durch Zusammenziehen und Erweitern der Blutgefäße im Gehirn, durch Entzündungen der Gehirnhaut und Sauerstoffmangel bestimmter Gehirnzellen. Auch bestimmte erbliche und hormonelle Faktoren spielen eine Rolle. Ausserdem hängt es wahrscheinlich auch mit einer Dysfunktion der Neurotransmitter zusammen. Die genaue Ursache für Migräne steht allerdings noch in den Sternen. Allerdings ist bekannt, daß die folgenden physischen und psychischen Umgebungsfaktoren einen Migräneanfall auslösen können:
• Emotionen (Traurigkeit, Aggressivität usw.)
• physische Anstrengung
• Übermüdung
• emotionale Stressfaktoren
• Bestimmte Gerüche
• Bestimmte Nährstoffe
• Menstruationszyklus (menstruationsbedingte Migräne)
Die Symptome der Migräne
Migräne äußert sich meistens als halbseitige, heftig klopfende Kopfschmerzen, die bis zu 4 bis 72 Stunden anhalten können. Hier folgen einige weitere Symptome der Migräne:
• Übelkeit
• Erbrechen
• Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Geräusche und bestimmte Gerüche
• vorübergehende Sprachstörungen oder Sprachverlust
• halbseitige vorübergehende Lähmung des Gesichts oder der Gliedmaßen
• Verschlimmerung der oben aufgeführten Symptome durch körperliche Aktivität
Der Migräne geht in ungefähr 25 % der Fälle Aura-Symptome einher. 15 bis 45 Minuten vor dem Migräneanfall können die folgenden Sehstörungen auftreten:
• Flimmern vor den Augen
• visuelle Täuschungen
• Verschiedene visuelle Lichtformen
• Verlust des räumlichen Sehens und Unschärfe
• Blinder Fleck
Auch Symptome sowie beispielsweise Stimmungsschwankungen, Konzentrationsstörungen, häufiges Gähnen, Hyperaktivität oder Passivität können einen Migräneanfall ankündigen.
Wie behandelt man eine Migräne?
Um sicher zu gehen, ob man wirklich Migräne hat – und nicht zum Beispiel Cluster-Kopfschmerzen oder Spannungskopfschmerzen – sollte man am besten sich an einen Arzt, Neurologen oder Schmerztherapeut wenden. Bei soeben erwähnten Spezialisten kann man eine Migräne-Behandlung bekommen, die möglicherweise die Häufigkeit und Intensität der Migräneanfälle senken können. Bei leichten Migräneanfällen können Schmerzmittel bereits helfen. Hier folgen einige Beispiele:
• Ibuprofen
• Paracetamol
• Aspirin
Bei schweren Migräneanfällen helfen am besten synthetische Tryptamine (Triptane). Sumatriptan ist der am häufigsten angewendete Arzneistoff. Betablocker und Antikonvulsivum (Antiepileptika) können die Häufigkeit der Migräneanfälle ebenfalls verringern. Hier folgen einige Beispiele:
• Metoprolol
• Propranolol
• Flunarizin
• Valproinsäure
• Topiramat
Eine Hormontherapie kann in manchen Fällen die Häufigkeit der Migräneanfälle, die während des Menstruationszyklusses stattfinden, verringern. Schließung einer Öffnung zwischen den oberen Herzkammern (Atrien), die sich in der Regel nach der Geburt schließt, kann ebenfalls eine Lösung darstellen. Ein operativer Eingriff bei einer Fehlentwicklung der Arterien der Lungen kann möglicherweise auch Migränebeschwerden beheben.
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