Cluster-Kopfschmerzen auch unter dem Cluster-Kopfschmerz-Syndrom (CKS) und der englischen Abkürzung CH (Cluster-Headache) bekannt, ist die intensivste und extremste Form von Kopfschmerzen, die ein Mensch bekommen kann. CH gilt als eine der am schmerzhaftesten Syndrome, unter denen ein Mensch leiden kann und behindert das tägliche Leben eines Betroffenen so dermaßen, daß eine heftige Cluster-Attacke den Betroffenen regelrecht außer Gefecht setzen kann. Cluster-Kopfschmerzen verursacht häufig Gedächtnislücken und Konzentrationsschwächen und führt oftmals in die Isolation oder Arbeitsunfähigkeit.
Cluster- Kopfschmerz unterscheidet sich in den folgenden zwei Formen:
• Primär-episodische Cluster-Kopfschmerzen
• Chronische Cluster-Kopfschmerzen
Bei primär-episodischen Cluster-Kopfschmerzen finden die Cluster-Anfälle jährlich wiederkehrend in bestimmten Perioden über Wochen bis zu Monaten anhaltend statt (in der sogenannten Cluster-Periode). Chronische Cluster-Kopfschmerzen äußern sich über das ganze Jahr. 10 bis 15 % der an Cluster-Kopfschmerzen Erkrankten sind von chronischen Cluster-Kopfschmerzen betroffen. Ungefähr 0,1 bis 0,9 % der Bevölkerung leidet an Cluster-Kopfschmerzen, so schätzt die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) die Zahl der Betroffenen. Größtenteils sind es Männer, die unter diesen unerträglichen Kopfschmerzen leiden.
Wie entsteht der Cluster-Kopfschmerz?
Über die genaue Ursache des Cluster-Kopfschmerzes tastet man immer noch im Dunkeln. Eine Therapie, die einem hilft, die unerträglichen Schmerzen zu überwinden, gibt es nicht. Die Vermutung besteht, daß das Teil des Gehirns, das für den Tag- und Nachtrhythmus zuständig ist, eine bedeutende Rolle beim Cluster-Kopfschmerz spielt. Bestimmte Stoffe und Prozesse können eine Clusterattacke auslösen oder verschlimmern. Hier folgen einige Beispiele:
• Wetterfühligkeit und Empfindlichkeit bei bestimmten Wetterbedingungen
• Schokolade
• Alkohol
• stark gewürzte Nahrung
• Käse
• Coffein
• Temperatur- und Luftdruckschwankungen
• Stress
• Grelles Licht
• Benommenheit
Die Symptome der Cluster-Kopfschmerzen
Die Symptome der Cluster-Kopfschmerzen verhalten sich bei jedem Menschen anders. Die folgenden bestimmten Krankheitssymptome sind jedoch häufig bei Cluster-Kopfschmerzen erkennbar:
• Schmerzen treten meistens ausschließlich in einer Gesichtshälfte auf
• Schmerzen treten meistens im Bereich der Augen und an der Schläfe auf
• Löst einen penetranten stechenden Schmerz aus
• Schmerzen breiten sich bis in den Nacken und den Kiefern aus • Verursacht eine verstopfte oder laufende Nase
• Verursacht ein gerötetes, tränendes Auge
• Verursacht Fieber und erhöhte Körpertemperatur
• Tritt meistens nachts im Tiefschlaf auf
• Verursacht körperliche Unruhe oder Agitiertheit
• Verursacht Schweißausbrüche, vorallem auf der Stirn
Auch die Dauer und Häufigkeit der Cluster-Kopfschmerzen sind von Person zu Person unterschiedlich. Oftmals finden Cluster-Attacken mehrere Male pro Tag statt und halten sie eine Viertelstunde bis zu 1 Stunde an. Ein Cluster-Anfall tritt meistens einige Stunden nach dem einschlafen auf. Cluster-Perioden und Cluster-Anfälle kündigen sich meistens durch die folgenden Begleiterscheinungen an:
• Überempfindlichkeit
• ein schnellerer Puls
• Ruhelosigkeit
• Kribbeln in der Nase
• Ein tränendes Auge
• Ein hängendes, geschwollenes Augenlid
• Kieferschmerzen
Wie können Cluster-Kopfschmerzen behoben werden?
Für die endgültige Genesung der Cluster-Kopfschmerzen gibt es leider noch keine Lösung. Die Behandlung der Cluster-Kopfschmerzen konzentriert sich vor allem auf die Bewältigung der Symptome und Begleiterscheinungen. Allerdings wirkt eine Behandlung nicht bei jedem.
Sollten Sie die Vermutung haben, daß Sie unter Cluster-Kopfschmerzen leiden, so wenden Sie sich am besten an einen Arzt, Neurologen oder Schmerztherapeut. Bei eben erwähnten Spezialisten kann man eine Cluster-Therapie bekommen, die möglicherweise die Häufigkeit, Dauer und Intensität der Cluster-Anfälle und –Perioden verkürzen und lindern können. Die Behandlungsmethoden können in zwei der folgenden Gruppen aufgeteilt werden:
• Direkte Bekämpfung der Anfälle (Anfälle verringern)
• Vorsorgliche Behandlung (Cluster-Prophylaxe, Cluster-Perioden einschränken)
Die Inhalation von 100% medizinischem Sauerstoff über eine Hochkonzentrationsmaske kann einen Cluster-Anfall vorbeugen, verringern und lindern. Diese Methode ist sehr effektiv, aber sollte direkt angewendet werden, sobald sich der Cluster-Anfall ankündigt. Sauerstoffzylinder, sowohl für zuhause als auch für unterwegs, werden in unterschiedlichen Größen zum Verleih angeboten, allerdings ausschließlich aufgrund einer ärztlichen Diagnose. Auch werden die Kosten für die Sauerstoffzylinder oftmals von der Krankenkasse übernommen.
Hier folgen einige präventive Mittel:
• Verapamil
• Isoptin
• Lodixal
• Methysergid • Deseril
• Lithium
• Prednisolon
• Tegretol
• Reiner Sauerstoff
Ein Cluster-Anfall kann mit den folgenden Mitteln behoben werden:
• Imigran (Sumatriptan)
• Imitrex
• Reiner Sauerstoff
Cluster-Kopfschmerzen kann mit den folgenden Mitteln gelindert werden:
• Lang wirksame Triptane
• Reiner Sauerstoff
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